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Zahlen, Statistik und ihre Interpretation - Rote Taschen
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Zahlen, Statistik und ihre Interpretation

Steigt man tiefer in die Diskussion um Unterschiede in der Bezahlung von Frauen und Männern ein, dann zeigt sich, dass unterschiedliche Untersuchungen zu verschiedenen Ergebnissen und Zahlen kommen. Wird das Thema nicht einfach verzerrt dargestellt, wir leben doch in einer Gesellschaft, in der der Gleichheitsgrundsatz im Grundgesetz verankert ist? Unabhängig von Zahlen, Fakt ist, dass es auch im 21. Jahrhundert immer noch eine Ungleichbehandlung in der Bezahlung von Frauen und Männer gibt. Die Höhe ist abhängig von Branchen, Berufen und Alter.

Je geringer der Frauenanteil in einer Branche, umso größer ist der Abstand der Gehälter. Eine Ausnahme bildet hier nur der Bereich der Softwareentwicklung, so die Erkenntnisse einer Studie (PersonalMarkt, 2005), die über 200.000 Datensätze ausgewertet und die Gehälter von 22 Berufen analysiert hat. Der Abstand bei den Gehältern beginnt etwa ab dem 35. Lebensjahr zu wachsen. So betragen nach EU-Angaben (2007) die Gehaltsunterschiede bei
Beschäftigten unter 30 Jahren nur sieben Prozent, bei den 50- bis 59-Jährigen jedoch 30 Prozent.

Statistisches Amt der EU (2007): Die Gehaltskluft zwischen Männern und Frauen ist in
Deutschland mit 22 % besonders gravierend: im EU-Durchschnitt verdienen Frauen 15 %
weniger. Nur in Zypern (24 %) und Estland (25 %) sind die Zahlen noch höher.

Statistisches Bundesamt (2007): Im Jahr 2006 erhielten vollzeitbeschäftigte Frauen in
Deutschland im Durchschnitt 2.587 Euro brutto im Monat, das sind 20 % weniger als der
Durchschnittsverdienst der Männer, der bei 3.234 Euro lag.

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (2005): Frauen bei gleicher Ausbildung und Berufserfahrung müssen im Schnitt einen Abschlag von 12 % gegenüber ihren männlichen Kollegen hinnehmen. Rechnet man
Berufsunterbrechungen heraus und Messungenauigkeiten bei der Erfassung von Überstunden
kommt der Verfasser der Studie auf noch durchschnittlich sechs Prozent.

Hans-Böckler-Stiftung, WSI-Frauenlohnspiegel (2005/2006): Eine Bankkauffrau verdient im Durchschnitt 21 % weniger als ihre männliche Kollegen, eine Grafikdesignerin bis zu 28,9 %.

(Quelle: Informationsblatt zum EPD von BPW Germany)


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