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Equal Pay Day - Rote Taschen
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Equal Pay Day

Logo zum Equal Pay Day

Am 15. April 2008 fand in Deutschland erstmals der Equal Pay Day statt. Der internationale Aktionstag für Entgeltgleichheit von Männern und Frauen, den es unter anderem bereits in den USA und in Belgien gibt, wird auf Initiative des Frauennetzwerks Business and Professional Women (BPW) Germany mit Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in diesem Jahr in Deutschland eingeführt. In bundesweit mehr als 25 Städten finden am Equal Pay Day Veranstaltungen zu mehr Lohngerechtigkeit für Frauen statt.

2009 findet der EPD am Freitag, 20. März, statt.

Mit Podiumsdiskussionen und Aktionen in Fußgängerzonen – unter anderem in Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, Erfurt und Stuttgart – soll auf die seit Jahren bestehende Ungleichheit zwischen der Bezahlung von männlichen und weiblichen Arbeitnehmern in Deutschland aufmerksam gemacht werden.

„Der BPW Germany hat die Einführung des Equal Pay Day in Deutschland initiiert, damit dieses seit Jahren bekannte Problem endlich konstruktiv angegangen wird“, unterstreicht Dr. Bettina Schleicher, Präsidentin des BPW Germany. Unter anderem die EU-Kommission und die OECD haben bereits angemahnt, dass diese Benachteiligung in Deutschland beseitigt werden müsse. „Es muss sich endlich etwas bewegen, denn wenn eine Grafikdesignerin 29 Prozent weniger verdient als ein Grafiker mit derselben Qualifikation oder eine Bankkauffrau 21 Prozent weniger nach Hause bringt als ihr männlicher Kollege, dann werden dadurch nicht nur die Frauen ungerecht behandelt“, mahnt Schleicher.

Die Gehaltskluft behindere auch die wirtschaftliche Entwicklung. „Weniger Geld in den Taschen der Frauen heißt auch, dass Frauen weniger ausgeben und investieren können, dass sie weniger für ihre Altersvorsorge zurücklegen und weniger über Steuerzahlungen an die Staatskasse abführen können“, skizziert Schleicher die Auswirkungen der ungleichen Bezahlung.

Die Gehaltskluft zwischen Männern und Frauen ist in Deutschland mit 22 Prozent besonders gravierend; im EU-Durchschnitt verdienen Frauen 15 Prozent weniger. Nur in Zypern (24 Prozent) und Estland (25 Prozent) werden laut Eurostat, dem statistischen Amt der EU, Arbeitnehmerinnen bei der Bezahlung gegenüber ihren männlichen Kollegen noch stärker
benachteiligt als in Deutschland.

Mitgetragen wird der vom BPW Germany ins Leben gerufene deutsche Equal Pay Day von der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros nd vom Deutschen Frauenrat mit seinen angeschlossenen Mitgliedsverbänden, die mehr als zehn Millionen Frauen in Deutschland repräsentieren.