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Dazu gehört auch: Nicht in die Tasche zu lügen… - Rote Taschen
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Dazu gehört auch: Nicht in die Tasche zu lügen…

„Die rote Tasche“ finde ich eine prima Aktion – und rege an, nicht nur akademisch zu diskutieren, sondern die Taschen tatsächlich mal umzudrehen und auszuleeren. Was fällt raus? Bei mir: Pflaster, Sicherheitsnadeln, Streichhölzer, Reservekugelschreiber, Klebezettel, haufenweise ToDo-Listen und Einkaufszetttel, einiges an Staub, weniges an losen Scheinen. Einiges, was ich mit mir trage, weil es ja mal jemandem von Nutzen sein könnte. Der Taschensturz macht metaphorisch durchaus deutlich, was ich in acht Jahren Selbstständigkeit bei mir und anderen immer wieder beobachte: Dass wir einen Großteil unser Aufmerksamkeit auf die Leistungserbringung richten. Dass unser Ehrgeiz sehr stark auf Inhalte und super Ergebnisse (für den Kunden) zielt. Und dass es schwer fällt und bewusster Entschlossenheit bedarf, die finanzielle Gegenleistung auf dem gleichen Level einzufordern.

Ich arbeite viel mit Frauen zusammen – nicht programmatisch, sondern es hat sich so ergeben (und bewährt sich eben auch). Die meisten kämpfen – mal mehr, mal weniger ausgesprochen – mit denselben Hemmnissen, für wirklich gute Leistung wirklich gutes Geld zu verhandeln; die Herren Kollegen haben das Problem viel seltener. Theoretisch wissen wir alle, warum das so ist; die meisten von uns haben früh gelernt, sich nützlich zu machen für Lob, nicht für Gegenwert. Vielleicht sind die jungen Frauen, die sich jetzt in der Ausbildung oder auf dem Sprung in die Karriere befinden, weiter: Hoffentlich! Für viele Frauen wie mich heißt es schlicht immer wieder genau hinzuschauen und sich nicht in die eigene Tasche zu lügen: So mancher Vertragsabschluss ist röter, als er sein sollte – das Projekt war halt so attraktiv, und der Kunde konnte nicht viel zahlen. Dann sitzen wir spät vorm Rechner und freuen uns, was wir fürs kleine Budget wieder Tolles hingekriegt haben. Doch unsere Tasche ist rot. Zeit, was zu ändern…



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6 Kommentare

  1. 1. Sarah Hueber

    Kommentar vom 1. April 2008 um 17:30

    Ich stimme völlig mit Dir darin überein, dass wir uns nicht unter Wert verkaufen dürfen. Frauen neigen allerdings wirklich mehr dazu, ebendies zu tun und es fällt in der Tat nicht immer leicht, sich und seinen Idealen selbst treu zu bleiben. Weil es doch so gut im Lebenslauf aussieht (Ok, kann durchaus mal ein Argument sein, dann muss aber alles andere stimmen!) oder weil der „arme Kunde“ es ja finanziell so schwer hat (Ach? Und was ist mit mir? Ich lebe von Luft und meinem guten Herzen?)

    Was habe ich mich schon als ich noch Studentin war und nebenbei selbständig, mich teilweise von (männlichen, sorry, aber das war so) potentiellen Kunden schwach anreden lassen müssen, weil meine Stundensätze ja „unverschämt“ seien. Warum ich das nicht für 10 DM die Stunde mache? Hm, ja? Wieso eigentlich nicht? *kopfschüttelnd ab*

    Es ist ein Prozess der persönlichen Entwicklung, sich da nicht mehr die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Und ich hoffe sehr, dass unsere Töchter dies später schon als selbstverständlich ansehen.

  2. 2. verenaos

    Kommentar vom 2. April 2008 um 21:42

    Hinzu kommt, dass Frauen meiner Beobachtung nach häufig mehr als Männer dazu neigen, aus Idealismus sich in „kulturell-schöngeistige“ Branchen zu begeben, in denen Leistungen nicht nach marktgültigen Sätzen bezahlt werden sondern nur über Selbstausbeutung erbracht werden können.

    Ich will dies damit nicht generell verteufeln, denn ohne solchen Idealismus würden weite Teile unseres Kulturbetrieb abseits des Mainstreams und einiger öffentlich geförderter Hochkulturoasen zusammenbrechen. Dennoch ist dies ein Phänomen, dass m.E. bereits in der Erziehung von Mädchen bedingt ist und nur über Ermutigung zur Ergreifung eines geldbasierten Berufes in einer relativ frühen Phase der Ausbildung zu konterkarieren ist. Will heißen, es darf nicht mehr „bäh“ sein bewusst ein Studium oder eine Branche zu wählen, weil dort das Geld locker sitzt…

  3. 3. Renate Blaes

    Kommentar vom 5. April 2008 um 16:55

    Ich bin seit 25 Jahren selbständig. Als Grafikdesignerin, mittlerweile auch als Fotografin und Texterin. Und ich hatte wirklich noch nie ein Honorar-Problem. Es liegt auch am eigenen Selbstwertgefühl und wie man es nach außen trägt.

  4. 4. Sarah Hueber

    Kommentar vom 6. April 2008 um 12:55

    Absolut, Renate! Und da hakt es sicherlich bei vielen Frauen, sich ihres Werts ganz klar bewusst zu sein und dann auch Aufträge (oder Festanstellungen, das sehe ich nahezu gleichwertig in dem Fall) eben nicht anzunehmen, wenn sie einen unter dem (selbst(bewusst) festgelegten) Wert bezahlen. Natürlich ist das recht leicht gesagt, wo heute viele froh sind, überhaupt Arbeit zu haben. Aber man/frau darf den denen, die das freudig ausnutzen, nicht noch leichter machen.

  5. 5. Angelika

    Kommentar vom 11. April 2008 um 13:02

    Hallo, zu dem Thema habe ich unterschiedliche Erfahrungen gemacht:
    Nach Abschluss des BWL-Studiums habe ich nach einem Jahr Arbeitslosigkeit, was an meinem Selbstbewusstsein genagt hatte, in einer Werbeagentur als Kontakterin angefangen. Da mein damaliger Freund gleichzeitig in einer Werbeagentur auch als Kontakter anfing, kann ich sagen, dass ich damals ein um 10 % schlechteres Einstiegsgehalt hatte. Allerdings war mein Arbeitgeber auch erheblich kleiner, was bei der Gehaltsbildung wohl auch eine Rolle gespielt hat. Von Studienkolleginnen habe ich damals erfahren, dass es gerade in Großunternehmen herausragend wichtig ist, welche Gehaltsvorstellungen man von Anfang kommuniziert und, dass man seine Gehaltsforderungen klar und unmissverständlich auch durchsetzt. Das mag sich zwar hart anhören, ist aber die Grundlage des ganzen weiteren Gehaltgefüges, denn die Gehaltseinbußen, die man am Anfang hinnimmt, kann man später nur schwerlich wieder aufholen. Als ich dann viel später auf freiberuflicher Basis bei einem Rechtsanwalt als Rechtsanwältin anfing, habe ich mich danach verhalten und mit einem sehr guten Einstiegsgehalt angefangen. Dazu muss ich allerdings der Fairness halber auch sagen, dass ich damals schon etwas älter war und auch mehr Selbstbewusstsein hatte und wusste, dass der Kollege mich unbedingt haben wollte. Viel später habe ich dann von der Sekretäriin erfahren, dass er sich bei meiner Einstellung so geäußert hatte: „Die hat ein Doppelstudium und ist schon über dreißig, die kriegt auch keine Kinder mehr.“ Diese Einstellung ist natürlich indiskutabel!!! Aber ich hatte auf jeden Fall den Job.

    Seit ich mich mit meiner Kanzlei selbständig gemacht habe, habe ich noch nie eine Diskriminierung wegen mir als Frau erfahren obwohl ich in typisch männlichen Bereichen tätig bin. Dies kann daran liegen, dass wir gesetzlich festgelegte Gebühren in Rechnung stellen müssen. Davon unabhängig gibt es aber schon die Vorstellung, dass eine kleinere Kanzlei auch geringere Kosten hat und deswegen billiger sein könnte. Das ist vielleicht ein Aspekt, der zu berückscihtigen ist. Auf der anderen Seite darf man nicht vergessen, dass man unter Umständen einen viel besseren Service bieten kann, als eine Großorganisation. Insgesamt kann ich nur sagen, seid selbstbewusst, was Eure Fähigkeiten betrifft und wenn ein Kunde Eure Leistung nicht bezahlen will, geht lieber in den Wald oder auf den Trimmpfad! Die sogenannten wichtigen Kunden die den angemessenen Preis nicht bezahlen, können garnicht so wichtig sein, weil der seriöse Geschäftspartner seine Rechnungen auch bezahlt und weiß, dass gute Leistung kostet.

  6. 6. TaschenTrendscout

    Kommentar vom 31. Mai 2010 um 09:52

    Ich kann Renate (Artikel #3) nur zustimmen. Du darfst Dich einfach nicht zu günstig verkaufen! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gute Qualität sich auszahlt und wir nicht jeden Auftrag (oder Job) zu jedem Preis annehmen müssen.

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